Kleinendorf
Geschichte
Das „kleine Dorf“ (Lütgendörpe) entwickelte sich, als der Fürstbischof von Minden zwischen 1310 und 1320 in der Nähe der Aue (heute „Große Aue“) eine Wasserburg errichtet. Die Burgruine ist heute noch vorhanden. Urkundlich erwähnt wird 1229 der „opene dame“ (offener Damm) über die Aue, dem heutigen Mühlendamm. Eine noch ältere Siedlung ist wahrscheinlich der benachbarte Bauerbrink mit dem Thie. Unter dem „burbrink“ und dem „ti“ verstand man im Mittelalter einen Dorfversammlungsplatz.
Land und Leute
Heute ist die Ortschaft Kleinendorf Hauptsiedlungsbereich der Stadt Rahden mit idyllischen Wohngebieten. Auf einer Fläche von rund 12 Quadratkilometer leben inzwischen rund 4.293 Kleinendorferinnen und Kleinendorfer, davon sind 51,78 % Frauen (2.223) und 48,22 % Männer (2.070).
Obwohl Kleinendorf nie einen Ortsmittelpunkt hatte, ist das Orts- und Traditionsbewusstsein sehr stark geprägt.
Vereine
Das Ortsbewusstsein wird erhalten und gefördert durch 10 Vereine und Vereinigungen, wobei der Schützenverein mit über 600 Mitgliedern, die „Heimatfreunde“ mit über 500 Mitgliedern und der Männergesangverein mit über 100 Mitgliedern führend sind. Rührig sind auch die Kleinendorfer Landfrauen.
Veranstaltungen
Traditionell ist das große Schützenfest, das in der letzten Juniwoche jedes Jahr im Heimatpark an der Burgruine stattfindet. Tradition und altes Brauchtum wird insbesondere von den „Heimatfreunden“ bewahrt und neu belebt durch Veranstaltungen und Backtage am „Schlumps Backs“.
Mehrmals im Jahr finden an Sonn-und Feiertagen Mahl-und Backtage mit verschiedenen Aktionen auf dem Gelände des Museumshofes statt. An allen Aktionstagen werden Butterkuchen und Brot im historischen Backofen aus dem späten 16. Jahrhundert gebacken. Zu jeder vollen Stunde ist die Rossmühle in Betrieb. Es werden Kutschfahrten angeboten. Die Spinn-, Web- oder Stickgruppe ist aktiv.
Burgruine Rahden
Zwar gibt es keine Ritter mehr, doch die Ruine der ehemaligen Wasserburg aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts lässt Phantasien zum Träumen offen. Im Winter 1878/79 brannte die Burg (das sogenannte „Schloss“) letztmalig ab. Ein Teil der verbliebenen Außenmauern bilden die heutige Ruine.
Museumshof Rahden
Der Museumshof Rahden ist ein vollständig eingerichtetes Bauerngehöft mit allen dazugehörigen Nebengebäuden, das die Lebensweise des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Zwei Dauerausstellungen im „Lütken Hus“ informieren über die Herstellung vom Leinen und zeigen alte Rahdener Trachten.
Für Gruppen, wie zum Beispiel Erwachsenengruppen, Kindergeburtstage, Kindergartengruppen, Schulkassen und so weiter, werden museumspädagogische Angebote auf Anmeldung angeboten.
Unter www.kleinendorf.de finden Sie weitere Informationen über Kleinendorf.
Ortsheimatpfleger Kleinendorf Siegfried Strunk Am Freibad 17 Kleinendorf D-32369 Rahden |
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Ortsvorsteherin Kleinendorf Ursel Thielemann Mooswiehe 1 Kleinendorf D-32369 Rahden |
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