Leben in Rahden

Abstand halten - Eichenprozessionsspinner in Rahden

Seit einigen Jahren ist eine deutliche Zunahme von mit Eichenprozessionsspinnern befallenen Eichen im Stadtgebiet Rahden zu verzeichnen. Präventiv werden Anfang/Mitte Mai, sobald es die Witterungsbedingungen (Trockenheit, Windstille) zulassen, an Eichbaumstandorten im Innenstadtbereich und im Bereich des Museumshofes Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen.

Im Stadium als Nachtfalter ist der Eichenprozessionsspinner harmlos, die Raupen allerdings tragen Brennhaare, die bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen hervorrufen können.

Die Raupen sammeln sich nestartig an locker zusammengesponnenen Blättern oder Zweigen. Im Juni ziehen sie sich tagsüber in ihre bis zu einem Meter langen Gespinstnester am Stamm und in Astgabeln zurück. Von dort aus gehen sie wie in einer Prozession auf Nahrungssuche. Dabei können sie Bänder von mehr als zehn Metern Länge bilden. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli verpuppen sich die Larven. Ende Juli bis Anfang August schlüpfen dann die unscheinbaren, graubraunen Schmetterlinge.

Der Zeitraum mit erhöhtem Risiko besteht von Ende Mai bis in den September hinein. In dieser Zeit setzen Sie sich in befallenen Gebieten nicht ins Gras oder auf den Boden. Lassen Sie Hunde nicht frei herumlaufen und halten Sie Nutztiere von befallenen Bäumen fern. Bedecken Sie empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals, Unterarme und Beine. Berühren Sie die Raupen oder die Nester nicht und versuchen Sie auf keinen Fall, ein Nest selbst zu bekämpfen!

Solange Raupennester erkennbar sind, sollte auf Holzernte oder Pflegemaßnahmen verzichtet werden. Leider ist nicht an allen betroffenen Bäumen, wie zum Beispiel in Waldgebieten, eine Bekämpfung möglich.

Der wirksamste Schutz ist, betroffene Gebiete in der kritischen Verbreitungszeit zu meiden.

Maßnahmen bei Kontakt mit Raupen-Brennhaaren:

Sofort Kleidung wechseln, duschen und Haare waschen!

Die Kleidung unbedingt waschen!

Gegen den oft heftigen Juckreiz helfen Arzneimittel, die auch gegen Insektenstiche verwendet werden. Bei Auftreten allergischer Symptome sollte ein Arzt/Hautarzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner finden Sie auf der Homepage des Kreises Minden-Lübbecke www.minden-luebbecke.de .

Damit die Stadtverwaltung einen Überblick über Befälle erhält und bei Bedarf die erforderlichen Maßnahmen einleiten kann, sollten der Stadtverwaltung alle Funde gemeldet werden. Ansprechpartnerin bei Befall im öffentlichen Bereich ist Frau Brauns, Tel. 05771 7333, E-Mail s.brauns@rahden.de. Bei Fragen zu ordnungsrechtlichen Aspekten ist Frau Meyer, Tel. 05771 7317, E-Mail jac.meyer@rahden.de die zuständige Ansprechpartnerin.

An den Bundes -, Landes oder Kreisstraßen ist die jeweilige Landes- oder Kreisbehörde zuständig, auf Privatbesitz die Eigentümer des Grundstücks. Diese sollten auf keinen Fall versuchen, Raupen, Gespinstnester oder Häutungsreste selbst zu entfernen! Dazu bedarf es umfangreicher Schutzausrüstung und spezieller Gerätschaften. Einige Fachfirmen bieten die fachgerechte Bekämpfung an.

Betroffene Bäume im öffentlichen Raum werden gekennzeichnet. Bei akuter Gefahr, etwa Nähe zu Kindergärten oder Schulen, werden die Nester schnellstmöglich durch einen Fachbetrieb beseitigt.