Ehrenamt in Rahden

Fahrdienste im AueLand - Ein Erfolgsmodell braucht eine Zukunft

Die Fahrdienste der Kommunen Hüllhorst, Stemwede und Rahden haben sich – teils bereits über mehrere Jahre – als unverzichtbares Element für die Mobilität im ländlichen Raum erwiesen. Momentan können alle drei Fahrdienste von einer Förderung durch den VVOWL profitieren. Beim gemeinsamen Treffen Ende Juli im Rathaus Rahden mit Beteiligung des Kreises Minden-Lübbecke wurde nun intensiv darüber gesprochen, wie diese erfolgreiche Initiative nach Auslaufen der aktuellen Förderung Ende 2026 fortgeführt werden kann.

Ein Rückblick auf die bisherigen Jahre macht deutlich: Das Projekt „Fahrdienst im AueLand“ ist weit mehr als ein reines Transportangebot. Die ehrenamtlich Engagierten leisten täglich einen bedeutenden Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Region. Sie bringen Menschen nicht nur zum Einkaufen, zu Arztpraxen oder zu kulturellen Veranstaltungen – sie sind zugleich vertraute Ansprechpersonen, aufmerksame Zuhörende und oft auch pragmatische Helfende bei kleinen Alltagsproblemen.

Häufig gehen ihre Aufgaben weit über die eigentliche Beförderung hinaus. Gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen bedeuten die Fahrdienste ein großes Stück Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe.

Vernetzung als Erfolgsfaktor

Ein zentraler Bestandteil der Förderung ist die enge Vernetzung der drei Kommunen – ein Konzept, das von Beginn an sehr gut funktioniert. Die Fahrdienst-Teams treffen sich regelmäßig in Rahden, Stemwede und Hüllhorst, um sich auszutauschen und das Angebot gemeinsam weiterzuentwickeln. Durch diese Zusammenarbeit konnten Synergien geschaffen und die Qualität kontinuierlich verbessert werden.

Ziel des Treffens mit dem Kreis Minden-Lübbecke war es, konkrete Perspektiven für die Zeit nach der derzeitigen Förderung durch den VVOWL (2023–2026) zu entwickeln. Alle Beteiligten waren sich einig: Dieses bewährte Angebot darf nicht mit dem Ende der Projektlaufzeit enden. Stattdessen braucht es eine verlässliche, dauerhafte Finanzierung – idealerweise als fester Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Ein Appell an die Politik

„Die Fahrdienste zeigen, wie Mobilität im ländlichen Raum gelingen kann – bürgernah, alltagstauglich und getragen von großem ehrenamtlichem Einsatz“, so der gemeinsame Tenor der Teilnehmenden. Daher sei es nur folgerichtig, dass solche Angebote nicht als zeitlich begrenzte Projekte behandelt, sondern strukturell in die öffentliche Mobilitätsplanung eingebunden werden.

Mit dem gemeinsamen Gruppenfoto setzen die Beteiligten ein sichtbares Zeichen: Die erfolgreiche Arbeit der Fahrdienste muss auch über 2026 hinaus gesichert werden – verlässliche Förderung ist jetzt gefragt.