In der Stadt Rahden werden derzeit vermehrt Nester festgestellt und der Verwaltung gemeldet. Die Stadt beobachtet die Entwicklung aufmerksam und nimmt Maßnahmen an sensiblen Stellen vor.
Betroffene Bäume auf öffentlichen Flächen an stark frequentierten Bereichen und in der Nähe von Schulen und Kindergärten werden kontrolliert. Bei akuter Gefahr werden die Nester verklebt oder schnellstmöglich durch einen Fachbetrieb beseitigt.
An anderen Stellen werden die Nester unberührt gelassen oder entsprechende Hinweisschilder bzw. Markierungen angebracht.
Die Stadt Rahden empfiehlt, Nester an befallenen Eichen in Ruhe zu lassen und Abstand zu halten.
Versuchen Sie niemals, die Nester selbst zu entfernen, abzusaugen oder abzubrennen.
Dieses sollte durch geschulte Fachfirmen mit Spezialausrüstung erfolgen.
Nest entdeckt – Nicht anfassen und Abstand halten!
Die Brennhärchen der Raupen (Auftreten zwischen Mai und Juli) enthalten ab dem dritten Larvenstadium das Nesselgift Thaumetopoein, welches eine Immunreaktion auslösen kann. Diese äußert sich in Juckreiz, Hautentzündungen und vereinzelt in Nesselsucht. Zu wesentlich stärkeren Reaktionen kann es kommen, wenn die Brennhaare in die Augen oder Atemwege kommen.
Es wird daher empfohlen, einen Abstand von 10 bis 15 Metern zu dem befallenen Baum zu halten. Bei bestimmten Windverhältnissen können Brennhaare bis zu 500 Meter verbreitet werden.
Berühren Sie weder lebende noch tote Raupen, weder neue noch alte Gespinstnester.
Bei Kontakt zu Nestern oder Raupen berühren Sie nicht Ihre Augen. Am besten gehen Sie direkt duschen und waschen Ihre Kleidung bei mindestens 60° Grad Celsius, um das Nesselgift zu zerstören. Gegen den oft heftigen Juckreiz helfen Arzneimittel, die auch gegen Insektenstiche verwendet werden. Bei Auftreten allergischer Symptome sollte ein Arzt/Hautarzt aufgesucht werden.
Kinder warnen – Tiere fernhalten
Es wird geraten auch Kinder über die Gefahren und das Abstandhalten hinzuweisen.
Auch für Nutztiere bestehen gesundheitlichen Risiken beim Grasen auf Wiesen in direkter Umgebung von EPS befallenen Eichen.
Hunde, welche an Strecken mit befallenen Eichen, ausgeführt werden, sind ebenfalls gefährdet. Vermeiden Sie, dass der Hund in diesem Bereich schnüffelt, da es zu einer allergischen Reaktion beim Kontakt mit den Raupen oder Brennhaare kommen kann.
Der wirksamste Schutz ist betroffene Gebiete in der kritischen Verbreitungszeit zu meiden.
Aufgrund der starken Ausbreitung ist es nicht möglich, jedes einzelne Nest im Stadtgebiet zu beseitigen.
Ansprechpartnerin bei Befall im öffentlichen Bereich ist Frau Detering, Tel. 05771 7333,
E-Mail b.detering@rahden.de
Ansprechpartnerin zu ordnungsrechtlichen Aspekten ist Frau Meyer, Tel. 05771 7317,
E-Mail jac.meyer@rahden.de
An den Bundes -, Landes oder Kreisstraßen ist die jeweilige Landes- oder Kreisbehörde zuständig, auf Privatbesitz der/die Eigentümer des Grundstücks.