Lütke Hus

Das Lütke Hus

Das 1988 eröffnete Lütke Hus ist ein ehemaliges Heuerlingshaus von 1787.

Ganze Familien, die Heuerlinge, arbeiteten auf dem Hof. Der Bauer stellte ihnen im Gegenzug ein Haus zum Wohnen zur Verfügung. Für den eigenen Bedarf durften sie sich eine Kuh

halten und bekamen ebenfalls ein Stück Land zum Bewirtschaften, dies war ihr Lohn.

Heutzutage wird das Feld von Ehrenamtlichen beackert. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass alte Getreide-, Gemüse- und Kartoffelsorten angebaut werden. Aber auch Tabak und Flachs wurde damals, wie auch heute für den eigenen Bedarf angepflanzt. Nach alter Tradition wird das Feld auch heute mit einem Pferd gepflügt und geeggt.

DIE AUSSTELLUNG

Im Innern des Lütken Hus‘ befindet sich eine Dauerausstellung ‚‚Leinenerzeugnisse und bäuerliche Kleidung im Rahdener Land”.

Auf der rechten Seite ist der Werdegang vom Flachs bis zum Leinen anschaulich dargestellt und ebenfalls auf Tafeln erklärt.

Zudem befinden sich auf der linken Seite Vitrinen, in denen die Rahdener Trachten ausgestellt sind. Dabei wird vom Taufkleid aus Leinen bis zum Tuchmantel und Gehrock alles präsentiert.

Alle Trachtenkleider bestehen aus einem Mieder und einem weiten Rock, den sie mit einer Schürze binden. Unterscheiden tun sie sich nur im Zubehör, wie Hauben, Mützen, Bänder und Tücher.

Die Rahdener Tracht, welche sich in ihrer Schlichtheit nicht mit den kostbaren Volkstrachten der wohlhabenderen Gegenden messen ließ, wurde ungefähr bis zum 1. Weltkrieg von der bäuerlichen Bevölkerung getragen.